ENDZEIT - ÜBERGANG - TRANSFORMATION

Dem mir geneigten Leser wird vielleicht aufgefallen sein, dass ich mich nicht nur hier, auf meinem Blog, rar mache. 

Rar mache ich mich ebenfalls bei mehreren "Alternativen", für die ich mit Eigennamen oder unter Pseudonym Kolumnen, Glossen oder Artikel schreibe. 

Aus verschiedenen Gründen. Zum einen unbezahlte. Es ist ja nicht so, dass ich für meine Schreibe auch nur für eine Woche die Miete hereinbekomme. Wer Regierungspolitik, Wirtschaftsinteressen oder den guten Teil der Gesellschaft kritisiert, sollte nicht damit rechnen dafür entlohnt zu werden. Er sollte eher gewappnet sein. Sie wissen, was ich meine. Einen Morgenmantel hinter der Wohnungstür griffbereit halten. Er sollte mit Kontokündigung, interessanten Telefonanrufen und Briefen rechnen. Sich Gedanken um Arbeitsplatz, Familie und Altersvorsorge machen.

Von meinem Wunschgedanken einer finanziellen Vergütung für die andere Meinung einmal abgesehen. Schaue ich mir die Resonanz auf meinem Blog hier an, finde ich nach Jahren nicht einen Kommentar. Das sagt mir etwas. Sollte es jedenfalls. 
 
Ein weiterer Blick auf unsere vergehende Welt, sollte mir zudem unmissverständlich verdeutlichen: Krisenherde, Kriege, Endzeitstimmung allerorten. Russland/NATO/Ukraine. Pakistan/Afghanistan. Israel/USA/Iran. Die drei gefährlichsten derzeit. Hinzu kommen andere, nennen wir sie, Konflikte, die schwelen und sich zu weiteren Brandherden entwickeln. Venezuela, Kuba, Taiwan. Das Ringen um Grönland. Um Wasser, Agrarflächen, Bodenschätze. Macht, Einfluss und Profit. Der Transformation dieser Welt in die neue Weltordnung mit ihren Werten. Ihre Regeln und Gesetze denen ich mich anzupassen habe. Ob ich das nun will oder nicht. Wie jeder andere auch auf dieser Erde. Denn Angst, Unterdrückung, Unterwerfung allerorten soll sein das neue Gesetz.
 
Derzeit befinden wir uns noch im Übergang in diese schöne, neue Welt. Was ich während dieses Übergangs sehe, erkenne, erfahre, gefällt mir nicht. Eine Veränderung von Natur und Mensch, die spürbar ist. Die sich nicht nur im Landschafts- oder Stadtbild bemerkbar macht. Hinzu kommt eine rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz und ihr nicht absehbarer Einfluss auf die Menschheit. Der sich immer weiter, entmenschlichenden Spezies, die Platz zu machen hat für das Neue.
 
Ich, als ein Mensch alter Weltordnung, möchte nicht erneuert, in ihrem Sinne transformiert werden. Ich möchte am Wohnort nicht von Windrädern umzingelt, berauscht und besummt werden. Mich fremd fühlen, wenn ich wegen eines Arztbesuches in die Stadt fahren muss. Mir gesagt bekommen, welche Parteien ich in ihrer Demokratie zu wählen habe und welche nicht. Indoktriniert zu sein, wer heute Freund und morgen mein Feind ist. Für Interessen womöglich kämpfen und sterben zu müssen. Im Namen von wem auch immer. 
 
Wie dem auch sei und es kommen wird. Warum noch darüber schreiben, wenn es den Lauf der Welt nicht im Geringsten zu beeinflussen vermag? Meine systemkritischen Gedanken weder die Miete noch den nächsten Einkauf sichern. Mich letztendlich nur vom richtigen Leben im Falschen ablenken. Mir doch nur verbleibende Lebenszeit rauben. So frage ich mich ein letztes mal. Warum in Worte fassen, was unabwendbar ist?
 
Neulich, es war vor einer Woche, hatte ich eine an mich gerichtete Anfrage einer mir unbekannten Person auf Facebook erhalten. Diese erklärte, im Endstadium an Krebs erkrankt zu sein und mir ihr Vermögen von 640.000 Euro hinterlassen zu wollen. Ich solle schnell antworten, da nur wenig Zeit bliebe.
 
Ich hadere bis heute mit einer Antwort. Da fehlen mir ebenfalls die richtigen Worte.

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