GOLD UND SILBER KANN MAN NICHT ESSEN

Nur mal angenommen. 

Der Notstand, die große Krise, in welcher Form auch immer, kommt über uns. 

Und dann? Kein Strom. Kein Wasser. Die staatlichen Institutionen existieren nicht mehr. Kein Gesundheitssystem, keine Sicherheitsbehörden. Keine Polizei, die kommt, wenn es zu Hause "kracht". Nichts ist mehr wie es war. Was machst du dann? 

Im Grunde ist das keine Frage. Eher eine Feststellung der, im Krisenfall entstehenden, neuen Verhältnisse. Zuerst sei jetzt aber gesagt: Ich möchte das nicht erleben müssen. Fände ich überhaupt nicht gut. Nein. Gar nicht. Eine schreckliche Vorstellung. Wahrscheinlich wird dann stimmen, was behauptet wird: Die Lebenden werden die Toten beneiden.

Mal angenommen, man gehört zu den mitleidsvollen Überlebenden. Was dann? Was tun, wenn man nach der Katastrophe gewillt ist weiterzuleben? So schlimm die herrschenden Zustände auch sein mögen. Nun, ich sage mal so: Von Silber und Goldbarren wird man sich dann nicht ernähren können und ein Bitcoin wird mangels Elektrizität als Tauschmittel auch eher ungeeignet sein. 

Das von mir als Einwand zu den vielen Finanztipps in Bezug zu Aktien, Gold und Silberkauf, die derzeit zuhauf im Netz zu sehen sind. Meist von im Ausland lebenden Millionären aus der Finanzbranche. Personen, die es dicke, ihre Schäfchen im Trockenen haben. Personen, die gut vorgesorgt haben. Fern der alten, oft von ihnen verschmähten Heimat. Deutschland und seiner ahnungslos gemachten Bevölkerung. Millionen von Menschen, denen es Tag für Tag schlechter geht. Und doch sind es das Land und seine Leute, denen sie wenig zutrauen, doch aus der Ferne von profitieren. Egal. Andere Baustelle.

Zurück zum eigentlichen Thema. Die Krise wäre also da. Nichts geht mehr. Deine gut geplante Vorsorge in Aktien, Gold, Silber oder Bitcoins ist, gelinde ausgedrückt, "für`n Arsch". Vielleicht hast du aber auch in anderer Hinsicht vorgesorgt. Im Keller für zwei Wochen (Tipp der Regierung) Vorräte eingelagert. Schon mal gar nicht schlecht. Aber was, wenn es ein kalter Winter ist? Tiefe Minusgrade herrschen und du dir eine Gas‑, oder Wärmepumpenheizung hast andrehen lassen? Dann bleibt die Bude kalt und Frieren ist angesagt. Die Raviolidose wird kalt gegessen, weil du nicht an den Campingkocher und Reservecartuschen gedacht hast. Dein Wasser in der Plastikflasche ist übrigens über Nacht zu Eis gefroren. So nebenbei. Und dein tolles Kurbelradio ist nutzlos, da spätestens nach zwei stromlosen Tagen die Radiosender den Sendebetrieb einstellen.

Ich könnte jetzt seitenweise so weiterschreiben. Über die Vor- und Nachteile der Notvorsorge. Meine Meinung ist: Das Wichtigste in den ersten zwei Tagen der Krise ist eine Packung Valium oder Tavor und reichlich Vorräte an Bier und Rotwein. Es nützt ja wenig, völlig verängstigt, mit durchdrehenden Nerven auf Rettung zu hoffen, die nicht mehr kommt. 

Hilf dir selbst, wenn du noch kannst oder in einer solidarischen Zweckgemeinschaft, um die du dich besser schon heute, in der "guten Zeit" kümmern solltest falls es einmal wirklich hart kommt. Und. Halte dich fit so gut und lange du kannst. So schaut es aus. Solltest du übrigens in der Stadt leben, schlimmstenfalls in einer großen, dann hast du echt schlechte Karten. Ja, fast dein Blatt ausgespielt. Eine Pik-Sieben ohne alles. Aber ich denke, das weißt du selbst. Oder?

Wenn du jedoch auf dem Dorfe, mindestens fünfzehn Kilometer von der nächsten Stadt entfernt, am besten abseits des Dorfes lebst, hast du klar die besseren Karten. Fast ein Full-House auf der Hand, würde ich behaupten. Aber wie dann weiter?

Tja. Vielleicht hast du dir auch schon vor Jahren über die Unmöglichkeit der großen Krise deine Gedanken gemacht. Stellenweise daher vorgesorgt. Nicht nur Vorräte gekauft und gewisse Dinge, die man in dem Fall "nötig hat" besorgt. Vielleicht beizeiten den Erste-Hilfe-Kurs gemacht. Dir Fachbücher über Kräuterkunde, Heilkunst, Gartenanbau, Technik und Überlebenstechniken besorgt und in diesen nicht nur mal kurz reingeschaut.
 
Derart praktisches und theoretisches Wissen könnte eines bösen Tages wertvoller als Gold und Silber werden. Was wir alle nicht hoffen wollen. Zumindest für diejenigen, die dann noch in der Landschaft rumlaufen. In so einer Welt ohne Elektrizität wird ein Fachbuch aus Papier mehr wert sein als gehortete Edelmetalle. Digital gespeichertes Wissen wird verlorenes Wissen sein.
 
In dieser Welt wäre ich dann Milliardär

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