Es ist Mittwoch. Der 31.Dezember 2025. Der letzte Tag des alten Jahres ist angebrochen. Morgen ist ein neuer Tag. Ein neues Jahr beginnt. Schauen wir mal, was es bringen mag. Ich, für meinen Teil, denke wenig Gutes. Eher Ungemach und schlechtere Stimmung.
2025 war ja schon nicht so toll. Gehe ich von mir aus. Womit fange ich da an, womit höre ich auf? Tja. Also. Gesundheitlich ging es. Könnte besser sein. Gut. Ja. Aber ich will nicht klagen. Ab sechzig kracht es halt im Gebälk. Da werden die Balken morsch und der ein oder andere Ziegel fällt mal vom Dach. Da kann man wenig machen. Anderen ging es eindeutig schlechter. In der Familie. Im Freundeskreis. Der dunkle Anzug wurde in diesem Jahr mehrmals aus dem Schrank geholt. Der andere, der für die frohen Feiern, er blieb drin. Woran mag es gelegen haben, dass es so viele gesundheitlich hart traf? Ich habe da eine Vermutung. Sie vielleicht auch. Aber lassen wir das. Es wird keine Erklärung geben dürfen. Eine Aufarbeitung zugelassen werden.
Dann meine Sichtweise auf die Dinge im Allgemeinen. Das veränderte Stadtbild zum Beispiel. Da wird die Fahrt in die Kreisstadt zum Kurzurlaub in fremden Ländern. Zum erlebnisorientierten Kulturaustausch. Oder mein neuer Blick aus dem Garten Richtung Westen und Süden. Allein in diesem Jahr entstanden mehrere Windparks in nächster Umgebung. Der neueste, bestehend aus neunzehn der ganz großen Ungetüme, keine zwei Kilometer entfernt. Vom hunderfachen Geblinke im Dunkeln mal abgesehen: Die Geräusche, die ich in der Nacht, unruhig werdend, im Bett höre, sind kein Bienensummen. Der kommende Windpark im nächsten Jahr, wird bis auf einen Kilometer an unser Dorf herankommen um die Energiesicherheit im Land zu sichern. Uns unabhängig von bösen Mächten zu machen. Wie behauptet wird. Von Befürwortern gern geglaubt wird.
Ach herrje. Was auch nicht alles heutzutage gern geglaubt wird. Obwohl. "Die Rente ist sicher"? Nein. Daran glauben selbst treue TAGESSCHAU- und MOMA Abhängige nicht länger. Dass nur ein hunderttausendfacher, jährlicher Zuzug von Menschen, bevorzugt muslimischen Glaubens, aus Ländern "hunderttausend Kilometer entfernt" das Abendland vor dem Untergang bewahrt? Wieder nein. Auch diese Phrase, sei sie noch so oft erzählt, wird nur von gläubigsten Wokisten noch angenommen.
Woran wurde 2025 dann noch geglaubt? Dass wir „hier schon länger lebenden“ in der besten Demokratie aller Zeiten leben? Meinungsfreiheit herrscht? An der Ostfront westliche Werte und „unsere“ Freiheit verteidigt werden müssen. Wie in Afghanistan. Wenn nötig mit allen Mitteln? Dass im kommenden Jahr ein Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt ein faschistisches System in Deutschland wiederauferstehen ließe? Mag an all das glauben, wer will. Sein Vertrauen an ihre Qualitätsmedien verschenken. Es werden täglich weniger. Die Realität frisst ihre Kinder.
Was aber bedeutet Realität, wenn ein Kanzler zweiter Wahl diese in seiner heutigen Neujahrsansprache der Bevölkerung verweigert? Merz den Bürgern weismacht, dass für ihre Sicherheit gesorgt sei. Wir alle miteinander in einem sicheren Land leben würden. Ja, wie jetzt? Mit einer Armlänge Abstand? In von Betonsperren abgesicherten Innenstädten, in denen ihre neue Wunschbevölkerung lauthals die Scharia und die Vernichtung Israels verlangt? Mittels KI-unterstützten Totalüberwachung? Oder von einer entmannten BUNDESWEHR beschützt, die sich verbliebener, kampffähiger Einheiten wegen Frauendiskriminierung und nationaler Nähe entledigt?
In seiner ersten Neujahrsansprache appelliert Kanzler Merz an unser aller Vertrauen. An unsere Tatkraft in heutiger Krisenzeit. Ja, du meine Güte. Wer hat denn diese Krisenzeiten erst ermöglicht? Unser Vertrauen missbraucht. Bei vielen Bürgen zerstört? Welche Partei war da wohl mitverantwortlich. Ein Fragezeichen erspare ich mir jetzt.
Nun. Der Kanzler der wenigen Herzen kündigt im kommenden Jahr schwere Entscheidungen für wichtige Reformen an. Welche könnten das wohl sein? Ich habe ein paar Vorschläge, die ihm und den seinen wohl gefallen. Ein AfD Verbot. Den Ausnahmezustand erklären und die Aussetzung von Neuwahlen. Den NATO-Einsatz der willigen europäischen Länder, um das Reich des Bösen zu vernichten, bevor es uns vernichtet. Mir fallen da mehr Dinge ein, die ihre Macht aufrechterhalten würden. Besser aber, ich schweige jetzt. Sonst wird einer meiner Vorschläge gar noch umgesetzt.
Ich will Ihnen ja keine Angst für 2026 machen. Nicht zu schwarz in die Zukunft sehen. Denn, wie Merz in seiner Neujahrsansprache sagt: "Hören wir nicht auf die Angstmacher und auf die Schwarzmaler."
Daher sehen wir dem neuen Jahr mit Hoffnung entgegen. Vertrauen wir den Qualitätsmedien. Schenken wir unserer, der besten Regierung aller Zeiten Glauben. Die Energieversorgung ist gesichert. Die Wirtschaft wird im nächsten Jahr erstaunliche Gewinne erzielen und das Bruttosozialprodukt wird steigen. Die Rente ist sicher. Das Gesundheitssystem stabil und unsere Sicherheit allerorten gewährleistet. Viele tausend gut ausgebildete Arbeiter werden nach Deutschland kommen und der Fachkräftemangel wird beseitigt. Die willigen, europäischen Länder und die neue BUNDESWEHR werden an der Ostfront einen glorreichen Sieg gegen Putinrussland erringen. Dann wird endlich wieder Frieden in Europa sein.
Und dann? Dann werden wir uns um die anderen kümmern. Mit denen beschäftigen, die wir heute schon nicht mehr mögen. Um China. Die USA. Und dann, im übernächsten Jahr dann. Dann sehen wir weiter.
Wie immer es dann kommen mag. Ich wünsche Ihnen, meine Leser, ein gesundes, friedliches und selbstbestimmtes neues Jahr.
PS: Glauben Sie nicht alles, was Ihnen den lieben, langen Tag erzählt wird. Ich glaube mir ja selbst oft nicht mehr.
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Dieser Text wurde u.a. auf ALEXANDER WALLASCH am 31. Dezember 2025 in leicht veränderter und gekürzter Form veröffentlicht.

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