WENN DER KRIEG KOMMT

 

Kommt er, oder kommt er nicht? Der letzte, große Krieg. 

Ja, was weiß ich denn. Fast, dass es mir inzwischen egal scheint. Lebe ich doch im Land der Kriegsbegeisterten. Na ja, nicht alle sind es, die es wieder in Richtung Osten zieht, um dem russischen Bären das Fell abzuziehen. Aber doch zu viele, um es ändern zu können. 

Die "Deutschen" scheinen vergessen zu haben, wie es ihren Altvorderen bei den letzten beiden Versuchen erging. Wie sonst denn soll ich die wiederentflammte Kriegsbegeisterung der letzten Jahre verstehen?  

Diese befremdliche Bereitschaft der Ukraine, finanziell bis zur eigenen Selbstaufgabe gegen Russland zur Seite zu stehen? Ach, es ist nicht nur die finanzielle Bereitschaft Berlins, die der kleine Michel inzwischen zu spüren bekommt. An der Tankstelle, den Lebensmittelpreisen, den Energiekosten. Den ausufernde Sozialkosten von Gesundheits- bis Rentensystem. Es ist auch eine mir unheimliche Bereitschaft, immer mehr und stärkere Waffen an ihre wiedereröffnete Ostfront zu entsenden. Ja, an ihre. Denn die meine ist es nicht. Habe ich weder gewählt noch gewünscht. 

Ich habe mir Frieden mit Russland und seinen Menschen gewünscht. Nie wieder Krieg erhofft. Und schon gar nicht mit dem Land, das unter dem Nazi-Regime die meisten Menschenopfer zu beklagen hatte. Es sollen mehr als 26 Millionen gewesen sein, die im letzten Waffengang gen Osten durch deutsche Hand ihr Leben ließen. Sollen es in den Köpfen der wiedererwachten Hassmenschen zu wenig gewesen sein? Es scheint mir so. 

Bundeskanzler Merz hat beim letzten Treffen mit Selensky ihm die Hand gereicht. Der Ukraine wurden brüderliche, unerschütterliche Treue und größtmögliche, deutsche Unterstützung zugesagt. Mehr Waffen. Mehr Geld. Mehr alles. 

Auch sollen neue Fabriken für Waffen und Munition auf deutschem Boden errichtet werden, welche dann direkt an die Ukraine liefern. Ein Wahnsinn. Was glauben denn Merz und seine Leute, wie Russland darauf reagieren wird? Sicher nicht mit Wohlwollen. Vielleicht hat Deutschland dieser Tage gar Glück, dass ein Putin (noch) in Moskau die wichtigen Fäden in den Händen zusammenhält. Denn es sind seit Längerem von anderen, russischen Strippenziehern ganz andere Töne zu hören. 

Im russischen Fernsehen kommen in Talkshows und politischen Sendungen "Experten" zu Wort, die offen fordern, Raketen auf  strategische Ziele in Deutschland abzufeuern bevor es zu spät sei. Diese Leute sprechen u.a. von einem vierten, deutschen Reich, das Russland (schon durch Baerbock) den Krieg erklärte. Für sie gehören die GRÜNEN, wie fast die gesamte Berliner Regierung, zu den neuen Faschisten, die es zu bekämpfen gilt. Einzig Politiker der AfD und BSW wären für Gespräche über Verträge noch akzeptabel. Verkehrte Welt.

Nun, höre ich "deutschen Politikern" zu, achte auf ihre Worte und das, was sie vorhaben und vorantreiben, so ist es mir nicht unverständlich, wenn es Kräfte in Russland gibt, die offen zu einem Waffengang gegen ein, wie diese es ausdrücken, wiedererwachtes „viertes Reich“ auffordern. 

Hoffen wir auf Einsicht in den entscheidenden Köpfen in Politik, Wirtschaft und Medien auf beiden Seiten, sowie darauf, dass die kalten Krieger aller Länder nicht heißlaufen. Denn, sollte Putin weichen müssen, und Merz sich mit seinem Blutsbruder Selensky "freikämpfen" wird der Krieg kommen. Auch nach Deutschland. Gnadenlos
 
Denn ein drittes mal werden die Russen sich nicht noch einmal angreifen lassen. Das steht fest. 

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