WARUM EIN BUCH?

Ende nächster Woche bekomme ich die erste Buchlieferung, meines Buches mit ausgewählten Kolumnen, die ich für Alexander von Anfang 2021 bis Ende 2023 geschrieben habe. Titel des Buches: "RAUS AUS DER ANGST – LAGEBERICHTE AUS DEM HINTERWALD"
 
Es wird der erste von zwei Bänden sein. Die erste Auflage des ersten habe ich als Sonderexemplare ausgezeichnet. Die zweite, "richtige" Auflage des ersten Bandes wird in den Verkauf gehen. Vielleicht finde ich bald einen Verlag, der sich kümmert. Das würde mich freuen. 
 
Warum das Buch mit Kolumnen und Texten? Weil ich es in meinen Händen halten wollte. Mir zum Abschiedsgeschenk. Weil ich einen Schnitt machen musste. Im Juni bin ich 63 Jahre geworden und in meinen 9. Lebenszyklus getrudelt. In diesem, so heißt es, löse ich mich von materiellen Zwängen und wende mich geistig-seelischen Werten zu. Da bin ich mal gespannt. Vor allem, wie ich mich dann von meinen materiellen Zwängen und Nöten lösen werde? Wie wunderbar. 

Die Kolumnen und Texte habe ich in meinem 8. Zyklus geschrieben. In diesem soll ich, behauptet u.a. Bernard Lievegoed, die größeren Zusammenhänge durchblickt und auf die inneren Werte besonnen haben. Wie auch immer. Mit den Kolumnen bin ich vorerst durch. Warum? Nun: Weil ich den Eindruck hatte, dass ich mich Woche für Woche wiederhole. Meine Texte sich im Kreis drehten. Mein Geschreibsel über die allgemeine Lage letztendlich nur mehr miese Laune verbreitet. Mir klar wurde, dass jedes weitere Wort in dieser Unzeit sinnlos ist, da es keine Änderung der aufgeführten Tragödie zu bewirken vermag. Die Dinge nehmen unaufhörlich ihren Lauf, und werden im Schlussakt dieser aufgeführten Tragödie mit lautem Donnerhall ihr grandioses Ende finden.

Ende 2020 fragte mich Alexander, ob ich für ihn nicht eine wöchentliche Kolumne schreiben mag. Mit Kolumnen kannte ich mich nicht wirklich aus. Aber egal. Ich sagte zu und lieferte einmal die Woche für ALEXANDER-WALLASCH.de ab. Von Januar 2021 bis Frühjahr 2026. In den vergangenen, mehr als fünf Jahren machte ich mir dann wöchentlich Luft. Ich regte mich auf und klagte an. Ließ der eigenen Meinung an langer Leine freien Lauf. Zuerst, und oft über Corona, das begangene Unrecht an der Bevölkerung. Über „ihre Demokratie“. Ich kritisierte und schimpfte über den, durch Politik und Wirtschaft eingeschlagenen Weg. Der gelenkten Destabilisierung der heimischen Wirtschaft. Kommenden Konflikten innerhalb europäischer Bevölkerungen durch Zuwanderung und religiöser Meinungsverschiedenheiten. Dem Zusammenbruch des Währungssystems. Dem Implodieren der Gesundheits- und Sozialsysteme. Der übernehmenden, Künstlichen Intelligenz. Einer möglichen, kriegerischen Auseinandersetzung zwischen West und Ost in der Mitte Europas. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Vielleicht wird sich das Blatt ja doch noch wenden. Zum Besseren. Friedlich. Auch das wäre wunderbar. 


 


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