Die Kolumnen und Texte habe ich in meinem 8. Zyklus geschrieben. In diesem soll ich, behauptet u.a. Bernard Lievegoed, die größeren Zusammenhänge durchblickt und auf die inneren Werte besonnen haben. Wie auch immer. Mit den Kolumnen bin ich vorerst durch. Warum? Nun: Weil ich den Eindruck hatte, dass ich mich Woche für Woche wiederhole. Meine Texte sich im Kreis drehten. Mein Geschreibsel über die allgemeine Lage letztendlich nur mehr miese Laune verbreitet. Mir klar wurde, dass jedes weitere Wort in dieser Unzeit sinnlos ist, da es keine Änderung der aufgeführten Tragödie zu bewirken vermag. Die Dinge nehmen unaufhörlich ihren Lauf, und werden im Schlussakt dieser aufgeführten Tragödie mit lautem Donnerhall ihr grandioses Ende finden.
Ende 2020 fragte mich Alexander, ob ich für ihn nicht eine wöchentliche Kolumne schreiben mag. Mit Kolumnen kannte ich mich nicht wirklich aus. Aber egal. Ich sagte zu und lieferte einmal die Woche für ALEXANDER-WALLASCH.de ab. Von Januar 2021 bis Frühjahr 2026. In den vergangenen, mehr als fünf Jahren machte ich mir dann wöchentlich Luft. Ich regte mich auf und klagte an. Ließ der eigenen Meinung an langer Leine freien Lauf. Zuerst, und oft über Corona, das begangene Unrecht an der Bevölkerung. Über „ihre Demokratie“. Ich kritisierte und schimpfte über den, durch Politik und Wirtschaft eingeschlagenen Weg. Der gelenkten Destabilisierung der heimischen Wirtschaft. Kommenden Konflikten innerhalb europäischer Bevölkerungen durch Zuwanderung und religiöser Meinungsverschiedenheiten. Dem Zusammenbruch des Währungssystems. Dem Implodieren der Gesundheits- und Sozialsysteme. Der übernehmenden, Künstlichen Intelligenz. Einer möglichen, kriegerischen Auseinandersetzung zwischen West und Ost in der Mitte Europas. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Vielleicht wird sich das Blatt ja doch noch wenden. Zum Besseren. Friedlich. Auch das wäre wunderbar.

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