AUSNAHMEZUSTAND

Dienstag, 15. September 2026. Mein letzter Eintrag hier war vor einem Monat. Ich wusste einfach nicht, was, und warum ich schreiben sollte. Würden meine Worte etwas ändern, am täglichen Wahnsinn? Nein. Würden sie nicht. Und da ich mit meinem Geschreibsel keine Brötchen verdiene, sah und sehe ich täglich weniger Sinn darin, meine Zeit mit Schreiben zu verbringen.

Nun, der Herbst naht. Auf diesen folgt bald dann schon der Winter. Wie immer. Jedes Jahr aufs neue. Jahreszeitenwechsel. Manch einer spricht heute vom Klimawandel, den es aufzuhalten gilt. Koste es, was es wolle. Am besten auf Kosten anderer. Aber was weiß ich schon vom Klimawandel? Der Wandel bestimmt das Leben. Das weiß ich. Da bin ich mir sicher.
 
Kurz & bündig: Letzten Freitag zog ein Sturm durch den heimischen Garten. Eine der beiden, großen Tannen hat es erwischt. Diese fiel auf den herrlichen Ahorn und die alte Pflaume hatte es auch zerborsten. So schade. Von meinen beiden Kettensägen sprang nur die kleine an. Viel konnte ich mit dieser nicht ausrichten. Die Kette ist stumpf. Und ich habe es bis heute nicht gelernt, diese zu schärfen. Vier Dörfer weiter, in der Kreisstadt, gibt es einen Heimwerkermarkt mit Maschinenverleih. In diesem konnte ich bisher die Kette für 2 Euro fünfzig schärfen lassen. Der Baumarkt hat gestern seinen Ausverkauf begonnen. Er trägt sich nicht länger. Der Maschinenverleih war schon geschlossen. Mit stumpfen Ketten vor der Tür zog ich ein langes Gesicht. Den weiten Weg nutzend fuhr ich zur nächsten Tankstelle und füllte drei 10‑Liter-Kanister mit Benzin. Ich zahlte fast 79,91 Euro. Für 34,35 Liter. Ich fragte mich, wo die zusätzlichen Liter verschwunden waren. In drei 10‑Liter-Kanister sollten, nach Adam Riese, 30 Liter passen und nicht fast 35. Doch nach Diskutieren mit der Tankstellenverkäuferin fehlte mir die Energie. Ich zahlte mit dem letzten Hunni und ging und erinnerte mich an alte Zeiten. Die besseren. Gut waren sie auch nicht wirklich für mich. An Zeiten, in denen ich für 35 Liter Benzin so um die 50 DM zahlte. Nun ja, wer dem russischen Bären sein Fell erlegen möchte muß Abstriche machen. Aber warum ich, der mit Russland in Frieden leben möchte, durch politische Kriegsentscheidungen ihrer Demokratie elementare Abstriche machen soll, nun, das ärgert mich mehr als wenig.

Zum Schluß dies: Schaffe ein Problem, lüge wissentlich vor der Wahl und propagier, wenn du gewählt wurdest, die Lösung. Dann diskreditiere diejenigen, die zuvor auf deine Lügen und Probleme aufmerksam gemacht haben. Besser noch: anklagen. Dann verbieten. Bekommst du dann Probleme? Nein. Denn die meisten Menschen glauben der Lüge, da sie die Wahrheit nicht ertragen. Und die Lüge, wie wir wissen, muss nur oft genug wiederholt werden, bis sie zu einer Wahrheit wird.

Wer wieder öfter was von mir lesen mag, der kann mir sehr gerne über PayPal eine Spende zukommen lassen. Über: toddn@gmx.de.

Wir alle brauchen Energie zum Leben.

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